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Traumatherapie online: in Ihrem Tempo, an einem sicheren Ort
Manche Erfahrungen verlieren ihre Wucht nicht von selbst. Der Körper bleibt in Alarmbereitschaft, Bilder tauchen unvermittelt auf, und vieles im Alltag richtet sich danach aus, ihnen aus dem Weg zu gehen. Ich arbeite online mit Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR), und Sicherheit kommt vor Bearbeitung.
Kostenloses Erstgespräch vereinbarenDie drei Phasen der Behandlung
In der Traumatherapie Ablauf und Reihenfolge einzuhalten, ist keine Formsache: Es wird nichts bearbeitet, wofür die Stabilität noch nicht reicht. Wie lange die erste Phase dauert, entscheidet Ihr Zustand, nicht ein Terminplan.
Stabilisierung
Zuerst geht es darum, dass Sie sich beruhigen können, wenn etwas hochkommt, und unterscheiden lernen, ob ein Gefühl zur Gegenwart gehört oder eine alte Erinnerung ist. Wie viel davon nötig ist, entscheidet Ihre Situation: bei einem einzelnen Ereignis oft wenig, bei früher Traumatisierung deutlich mehr. Ein Pflichtprogramm, das die Verarbeitung grundsätzlich um Monate verschiebt, ist sie nicht.
Verarbeitung
Erst wenn das trägt, wird an der belastenden Erinnerung selbst gearbeitet. Bei EMDR geschieht das über duale Aufmerksamkeit: Sie sind mit der Erinnerung beschäftigt und bleiben zugleich im sicheren Hier und Jetzt verankert. Ein Fuß in der Vergangenheit, ein Fuß in der Gegenwart. Die Kontrolle bleibt dabei bei Ihnen.
Integration
Das Erlebte verschwindet nicht. Es hört auf, die Gegenwart zu bestimmen. Was geschehen ist, bleibt Teil Ihrer Geschichte, verliert aber seine Macht über das heutige Erleben. In dieser Phase geht es darum, wie Sie mit dem weiterleben, was bleibt.
Wie EMDR im Einzelnen abläuft und was die Forschung dazu sagt, steht hier: Trauma verarbeiten mit EMDR. Wie das Verfahren mit früher Prägung zusammenhängt, steht hier: tiefenpsychologische Traumatherapie.
Was eine Traumatherapie leisten kann, und was nicht
Wofür sie gedacht ist
Die Anlässe sind sehr unterschiedlich:
- Erinnerungen, die sich aufdrängen, und Schlaf, der nicht mehr trägt
- Orte, Geräusche oder Nähe, die eine Reaktion auslösen, die zur Situation nicht passt
- ein einzelnes Ereignis, nach dem nichts mehr war wie vorher
- etwas, das über Jahre ging und lange zurückliegt
- eine begonnene Traumatherapie, die am neuen Wohnort nicht weitergeht und online fortgesetzt werden soll
- der Wunsch, online eine Traumatherapie zu beginnen, weil Sie im Ausland leben
- eine Traumaberatung, die an ihre Grenzen gekommen ist
- ein erstes Gespräch online, bevor Sie sich auf eine Traumatherapie festlegen
Bei einem klar umrissenen Ereignis zeigt sich oft schon nach wenigen Sitzungen eine Veränderung. Bei früher oder wiederholter Traumatisierung braucht die Traumatherapie deutlich mehr Zeit, und das Meiste davon liegt in der ersten Phase.
Was sie nicht ist
Sie ist kein Verfahren, das Erinnerungen löscht, und sie verlangt nicht, dass Sie sich an alles erinnern. Ein verschüttetes Ereignis freizulegen ist kein Therapieziel. Was sich nicht zeigt, wird nicht gesucht.
Sie ist kein Coaching und keine Selbstoptimierung. Übungen aus dem Netz und Apps können im Alltag stützen, Traumafolgen online zu bearbeiten leisten sie aber nicht: Wer ein unverarbeitetes Trauma allein mit Übungen aktiviert, ohne Halt für das, was dann kommt, riskiert eine Überforderung statt einer Entlastung.
Und sie ist kein Ersatz für stationäre Versorgung. Bei akuter Suchterkrankung, psychotischem Erleben oder wenn eine engmaschige Begleitung nötig ist, gehört zuerst das behandelt.
Wer mit Ihnen arbeitet
Ich bin Aris Hägermann, Approbierter Psychologischer Psychotherapeut. Meine Ausbildung in tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie habe ich von 2011 bis 2016 abgeschlossen, die gestalttherapeutische von 2000 bis 2004, die EMDR-Zertifizierung 2016 bei der EMDRIA Deutschland e.V. Seit 2016 arbeite ich in eigener Praxis, davor rund vier Jahre in psychosomatischen Kliniken mit mehreren hundert Patienten.
Mit den Folgen von Gewalt hatte ich zu tun, bevor ich Therapeut war. Von 2004 bis 2011 habe ich im Anti-Gewalttraining der Jugendbewährungshilfe in Hamburg mitgearbeitet, von 2012 bis 2013 als Berater bei Männer gegen Männergewalt e.V. Das war die andere Seite: Arbeit mit denen, die Gewalt ausgeübt haben. Ich halte diese Jahre für einen Teil dessen, warum ich selten überrascht werde und selten dramatisiere.
Etwas, das ich nicht als Methode gelernt habe: Gehen. Ich nutze es seit über dreißig Jahren, um Dinge zu verarbeiten, und empfehle es erst seit ich weiß, dass es bei mir trägt. Es ersetzt keine Behandlung.
Seit Anfang 2024 bin ich viel auf Reisen und praktiziere ausschließlich online und biete Online-EMDR deutschlandweit an. Ob das Format auch dann trägt, wenn es schwierig wird, habe ich an meinen eigenen Patienten gesehen: ob eine Psychotherapie online sinnvoll ist.
Wenn es gerade akut ist
Notruf112 Ärztlicher Bereitschaftsdienst116 117
Eine Behandlung online hat Grenzen. Bei akuter Selbstgefährdung, in einer akuten Krise oder wenn eine engmaschige psychiatrische Versorgung nötig ist, reicht sie nicht aus. Wenden Sie sich dann bitte an den Notruf, an den ärztlichen Bereitschaftsdienst oder an eine Klinik in Ihrer Nähe. Das ist keine Überreaktion, das ist die richtige Reaktion.
Für die Behandlung selbst gilt eine zweite Bedingung, und sie steht vor allem anderen. Solange noch Kontakt zu der Person besteht, von der die Gewalt ausging, oder solange die äußeren Verhältnisse ungesichert sind, wird an den belastenden Erinnerungen nicht gearbeitet. Dann geht es zuerst um die Lage, nicht um die Vergangenheit.
Wie die Behandlung online abläuft
Eine Sitzung dauert 50 Minuten, die ausführliche 100. Wer online Psychotherapie macht, braucht dafür einen geschützten Rahmen: Wir treffen uns in einem Sprechzimmer über eine verschlüsselte und zertifizierte europäische Videoplattform. Sie brauchen eine stabile Verbindung und einen Ort, an dem Sie ungestört sind und nicht gleich wieder aufstehen müssen.
Die bilaterale Stimulation lässt sich per Video umsetzen. Entweder folgen Sie einer Bewegung auf dem Bildschirm, oder Sie nutzen die Butterfly-Technik und klopfen sich abwechselnd auf beide Oberarme. Manche erleben die vertraute Umgebung der eigenen Wohnung sogar als zusätzlich stabilisierend.
Was die Forschung dazu sagt, lässt sich genau benennen. Die S3-Leitlinie zur Posttraumatischen Belastungsstörung erlaubt seit ihrer Fassung vom Februar 2026 ausdrücklich, traumafokussierte Psychotherapie über zertifizierte Videodienstanbieter durchzuführen, wenn Patientinnen und Patienten das bevorzugen. Grundlage ist eine Metaanalyse aus 13 randomisierten Studien, die zwischen Behandlung per Video und Behandlung vor Ort keinen signifikanten Unterschied fand, weder bei den Symptomen noch bei der therapeutischen Beziehung. Die Leitlinie stuft die Aussagekraft dieser Studien selbst als niedrig ein und formuliert deshalb offen: Video kann erwogen werden, es ist kein Muss. Für EMDR im Besonderen steht ein solcher direkter Vergleich bis heute aus. Das sage ich lieber offen, als eine Zahl zu nennen, die es nicht gibt.
Dieselbe Leitlinie zieht auch eine Grenze, und daran halte ich mich: Wenn eine Selbst- oder Fremdgefährdung im Raum steht oder starke dissoziative Symptome die Arbeit behindern, ist die Behandlung vor Ort vorzuziehen.
Für jede Sitzung gilt die gesetzliche Schweigepflicht. Ich arbeite als Privatpraxis für Selbstzahler, es entsteht also kein Antrag und keine Diagnose, die in Ihre Akte bei der Krankenkasse wandert. Was eine Sitzung kostet, steht hier: was ein Online-Psychologe kostet.
Mein Angebot
Ausführliche Beratung
Eine Sitzung a 100 Minuten
- Bedürfnislage klären
- Selbsterkenntnis vertiefen
- Strategie erarbeiten
Aktuelle Herausforderung
10 Beratungen a 50 Minuten
- Gründliches Verständnis erlangen
- professionelles Feedback
- Lösungen erarbeiten
Tiefgehende Begleitung
25 Beratungen a 50 Minuten
- Unterstützung bei tief gehenden Herausforderungen
- längerfristige Begleitung
Klientenstimmen
„Ich habe Herrn Hägermann als klar, direkt, mitfühlend und bestärkend erlebt. Besonders wertvoll war, dass ich nie gedrängt wurde."
Norman · Ganze Stimme lesen+
„Die Arbeit mit Herrn Hägermann war für mich unglaublich bedeutsam. In einer schwierigen Lebensphase habe ich mich von Anfang an sicher und gehalten gefühlt. Durch diese Sicherheit konnte ich mich öffnen, mich mit meinen Themen auseinandersetzen und mich mit all meinen Facetten besser annehmen. Ich habe Herrn Hägermann als klar, direkt, mitfühlend und bestärkend erlebt. Besonders wertvoll war, dass ich nie gedrängt wurde, sondern behutsame Hinweise bekam, wo es sich lohnt hinzuschauen. Das hat mich nachhaltig inspiriert, im Umgang mit mir selbst und in meinen Beziehungen. Ich hatte jederzeit das Gefühl, dass er präsent an meiner Seite steht. Dafür bin ich einfach mega dankbar!"
„Herr Hägermann war in einer extremen Lebenslage eine wichtige Stütze und hat mir geholfen, zu sehen, was wichtig ist im Leben."
Lutz · Ganze Stimme lesen+
„Herr Hägermann war in einer extremen Lebenslage eine wichtige Stütze und hat mir geholfen, zu sehen, was wichtig ist im Leben. Ich würde jederzeit wieder auf seine Hilfe und Unterstützung vertrauen. Vielen Dank dafür."
Weitere Stimmen
Birgit „Ich habe mich von Anfang an ernst genommen und gut aufgehoben gefühlt." +
„Die Therapie hat mir sehr geholfen, mich selbst besser zu verstehen und neue Perspektiven zu entwickeln. Besonders geschätzt habe ich die wertschätzende, ruhige Art und die professionelle Begleitung durch Herrn Hägermann. Ich habe mich von Anfang an ernst genommen und gut aufgehoben gefühlt. Die einfühlsame Art und die klaren, hilfreichen Impulse haben mich sehr unterstützt und mir nachhaltig weitergeholfen. Vielen Dank dafür."
Häufige Fragen
Kann ich ein Trauma selbst behandeln?
+
Sie können viel für Ihre Stabilität tun, und das ist nicht wenig. Atemübungen, Bewegung, ein geregelter Schlaf, Übungen zur Orientierung im Hier und Jetzt: All das hilft dem Nervensystem, herunterzufahren.
Was Sie damit nicht tun, ist die Verarbeitung selbst. Die braucht in der Traumatherapie ein Gegenüber, weil genau dann jemand da sein muss, wenn es zu viel wird. Eine Übungsanleitung kann das nicht leisten, und ein Video kann nicht sehen, wie es Ihnen dabei geht.
Zahlt die Krankenkasse?
+
Nein. Ich habe keinen Kassensitz und arbeite als Privatpraxis für Selbstzahler. Umgekehrt heißt das: kein Antrag, keine Diagnose in Ihrer Akte, keine Wartezeit auf einen Platz und kein Gutachter, der über eine Verlängerung entscheidet.
Gerade nach Gewalterfahrungen ist der zweite Punkt für manche Menschen der ausschlaggebende. Wie viel kosten Online-Therapie und Beratung bei mir, und woher kommen die Unterschiede zwischen den Anbietern? Das steht hier: was ein Online-Psychologe kostet.
Funktioniert EMDR über Video?
+
Ja, durchführen lässt es sich. Die bilaterale Stimulation braucht keine Hand im selben Raum, sie braucht einen verlässlichen Rhythmus. Auf dem Bildschirm oder über die Butterfly-Technik geht das.
Bei der Wirksamkeit bin ich genauer, weil die Forschung es auch ist. Für traumafokussierte Psychotherapie insgesamt fanden randomisierte Vergleiche keinen signifikanten Unterschied zwischen Video und Praxisraum, und die S3-Leitlinie hat daraus im Februar 2026 eine Empfehlung abgeleitet. Für EMDR allein gibt es einen solchen direkten Vergleich bisher nicht. Wer Ihnen etwas anderes verspricht, hat die Studien nicht gelesen.
Was tatsächlich anders ist: Ich sehe weniger von Ihnen. Deshalb spreche ich in der Online-Traumatherapie öfter aus, was ich beobachte, und frage häufiger nach, statt es an der Körperhaltung abzulesen. Dass ich in der Online-Therapie häufige Nachfragen stelle, ist Teil der Arbeit und kein Behelf. Die Einzelheiten des Verfahrens stehen hier: Trauma verarbeiten mit EMDR.
Anfangen dürfen Sie langsam
Im Erstgespräch schauen wir unverbindlich, worum es geht, was gerade trägt und ob eine Zusammenarbeit für Sie passt. Vorbereiten brauchen Sie nichts, und erzählen nur das, wozu Sie bereit sind. Es kostet nichts und verpflichtet zu nichts. Danach entscheiden Sie.
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