Was eine Therapeutin kostet, hängt nicht nur von formalen Qualifikationen ab, jedoch schaffen sie wichtige Mindeststandards. Aber sie sagen nur begrenzt etwas darüber aus, wie jemand tatsächlich arbeitet.
In allen Berufsgruppen gibt es große Unterschiede. Es gibt sorgfältig arbeitende Heilpraktiker mit jahrzehntelanger Selbsterfahrung und approbierte Therapeuten, die man meiden sollte.
In meiner Erfahrung ist weniger der Titel entscheidend als die Haltung: Wie intensiv hat sich die Behandlerin mit ihren eigenen Themen auseinander gesetzt? Wie ernsthaft wird die eigene Arbeit reflektiert?
Ob es für eine Therapie passt, zeigt sich meist schon im Erstgespräch: ob Sie sich verstanden fühlen, ob Ihr Gegenüber wirklich zuhört, ob Sie auch eine kritische Frage stellen können und auf Offenheit statt Abwehr treffen.
Mein Rat: Trauen Sie der eigenen Wahrnehmung. Wenn es einem gerade schlecht geht und das Selbstwertgefühl wackelt, vergisst man manchmal, von sich selbst abzusehen und aufs Gegenüber zu schauen. Aber das ist bei der Therapeutenwahl wichtig.
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Zum Abschluss ein paar nützliche Fragen und Kommentare zur Preisfindung: Was genau ist enthalten? Wie lang sind die Sitzungen und wie schnell gibt es Termine? Gibt es versteckte Zusatzkosten, Mindestlaufzeiten oder Druck zu Zusatzmodulen? Meiner Erfahrung nach zahlt man bei ungewöhnlich günstigen Angeboten manchmal anders drauf, durch merkwürdige Rahmenbedingungen, subtilen Druck oder Verhaltensweisen, die sich schwer benennen lassen. Ein niedriger Preis ist kein Beweis für schlechte Qualität. Er ist aber Grund, genauer nachzufragen.
In meiner Praxis für Online Psychotherapie arbeite ich als approbierter Psychotherapeut auf Selbstzahlerbasis.