PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung) ist eine Störung, die nach einem traumatischen Ereignis auftreten kann, etwa nach einem militärischen Einsatz, einem medizinischen Eingriff, einem sexuellen Übergriff oder einer Naturkatastrophe. Auch schwere Unfälle, körperliche Gewalt oder der plötzliche Verlust eines nahestehenden Menschen können Auslöser sein. Menschen mit PTBS erleben oft eine Reihe belastender Symptome, die sich in vier Bereiche einteilen lassen:
Wiedererleben: Das traumatische Ereignis drängt sich immer wieder auf, durch plötzliche, lebhafte Erinnerungsbilder (sogenannte Flashbacks), Alpträume oder intensive körperliche Reaktionen, wenn etwas an das Erlebte erinnert. Dabei fühlt es sich oft so an, als würde das Ereignis in diesem Moment wieder passieren.
Vermeidung: Betroffene versuchen, allem aus dem Weg zu gehen, was sie an das Trauma erinnern könnte: bestimmten Orten, Menschen, Aktivitäten oder auch Gesprächen über das Erlebte.
Veränderungen in Gedanken und Stimmung: Viele Betroffene entwickeln negative Überzeugungen über sich selbst oder die Welt („Ich bin schuld“, „Niemandem kann man vertrauen“). Häufig kommt es auch zu einer emotionalen Taubheit, einem Gefühl der inneren Leere.
Übererregung: Der Körper befindet sich in einem ständigen Alarmzustand. Das zeigt sich durch Schreckhaftigkeit, Schlafstörungen, Reizbarkeit oder Konzentrationsprobleme. Es ist, als würde das Nervensystem ständig auf der Hut vor neuen Gefahren sein, auch wenn objektiv keine Bedrohung besteht.
Häufig entwickelt sich zusätzlich eine depressive Symptomatik mit Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit und Hoffnungslosigkeit.