Wie die Methoden der Tiefpsychologisch fundierten Psychotherapie funktionieren
Die TP arbeitet mit wenigen Interventionen, die aufeinander aufbauen.
Konfrontation klingt nach Vorwurf oder nach der Expositionsarbeit der Verhaltenstherapie. Gemeint ist etwas Leiseres: Der Therapeut macht behutsam auf etwas aufmerksam, das der Untersuchung wert ist, ein Zögern, ein Schweigen, Zeichen von Abwehr.
Klärung untersucht dieses Phänomen gemeinsam: Was war da? Woran erinnert es?
Deutung stellt die Verbindung zum unbewussten Hintergrund her. Sie bleibt ein Vorschlag, der sich bestätigen kann oder nicht.
Durcharbeiten ist der eigentliche Wirkfaktor. Einzelne Deutungen verändern selten etwas dauerhaft. Dasselbe Muster muss in wechselnden Zusammenhängen immer wieder erkannt werden, bis es im Erleben verankert ist, bis spürbar wird, wie sich das anfühlt.
Stützende Arbeit tritt hinzu, wenn beeinträchtigte Fähigkeiten im Vordergrund stehen: Gefühle unterscheiden, Impulse steuern, Selbstwert regulieren. Dann geht es um deren Aufbau.
Der Therapeut bleibt dabei aktiv, ohne zu werten. Klärung, Anleitung und Beratung treten neben die Deutung. Gearbeitet wird in der Regel im Sitzen.
Tragende Basis für all diese Interventionen ist die therapeutische Beziehung.