TP THEMEN

Tiefenpsychologie: Erfahrungen aus der Praxis

TP THEMEN Von Haegermann 3 Min. Lesezeit Juli 2026

Im Mittelpunkt steht das Gespräch. Es gibt keinen festen Ablaufplan und in der Regel keine Übungsprogramme, gelegentlich werden aber Absprachen getroffen, etwa zum Umgang mit Krisen.

Wie sich der Anfang anfühlt

Viele erleben die ersten Stunden als ungewohnt. Die Therapeutin gibt weniger vor als erwartet und stellt eher Fragen, statt Ratschläge zu erteilen – das Werkzeug dafür sind Klärung und Deutung. Manche wünschen sich mehr Führung. Das legt sich meist, wenn deutlich wird, dass die offene Form Raum für Dinge lässt, die sonst nicht zur Sprache kämen.

Mit der Zeit berichten viele, ihre eigenen Muster besser zu verstehen: in Beziehungen, in Konflikten, im Umgang mit sich selbst, auch wenn zu Beginn oft unklar ist, wie lange eine Therapie dauert.

Wenn es nicht passt

Nicht jede Kombination von Therapeutin und Patient passt, ein Wechsel ist legitim.

Bevor Sie ihn vollziehen, lohnt es sich, den Wunsch anzusprechen. Ärger, Enttäuschung oder der Impuls zu gehen sind oft selbst Teil dessen, worum es geht, und gerade dann aufschlussreich. Bleibt es danach dabei, ist der Wechsel der richtige Schritt.