Erstgespräch
50 Minuten
Wir widmen uns dem, was Sie gerade beschäftigt, und besprechen, was Ihnen weiterhelfen könnte.
Ein Gestalttherapeut arbeitet mit dem, was im Gespräch gerade sichtbar und spürbar wird. Dabei bleibt er selbst als Person im Kontakt. Das ist die dialogische Haltung: Martin Buber nannte diese Begegnung „Ich und Du“. Nach den ethischen Leitlinien der Deutschen Vereinigung für Gestalttherapie (DVG) bleibt die Beziehung bei aller möglichen Nähe eine professionelle; Verhalten, das die Grenzen dieser Beziehung aufhebt, soll ausgeschlossen sein.
Ein Gestalttherapeut achtet auf das, was sich beobachten lässt. Dazu gehört, was Sie sagen, und wie Sie es sagen: Gesichtsausdruck, Stimme, Körperhaltung, Atmung. Die Therapeutin kann zum Beispiel ansprechen, dass Sie lächeln, während Sie von etwas Belastendem erzählen. Welche Bedeutung das für Sie hat, wird gemeinsam erkundet. Das Beobachtete dient als Wegweiser, eigene Vermutungen treten zurück. Die Therapeutin fragt eher nach dem Wie als nach dem Warum und regt Ihre eigene Deutung an.
Aus dieser Aufmerksamkeit entstehen Experimente: Vorschläge, die aus dem Moment kommen. Nach Erving und Miriam Polster soll ein Experiment das Reden über etwas aufbrechen, indem es das Handeln in den Raum holt. Ein bekanntes Beispiel ist die Arbeit mit dem leeren Stuhl, auf dem jemand sitzt, der nicht da ist und den Sie direkt ansprechen. Andere Vorschläge lauten, einen Satz anders zu formulieren, etwa „aber“ durch „und“ zu ersetzen, oder bei einem Gefühl zu bleiben. Weitere Beispiele beschreibt der Artikel über die Methoden der Gestalttherapie.
Ein Experiment ist ein Angebot, und Sie können es ablehnen; Vorrang hat, dass der Ablauf für Sie stimmig ist. Fragen Sie, wozu ein Vorschlag dienen soll. Die Therapeutin prüft selbst, ob er der Klärung dient oder dem Ausweichen; dieselbe Frage stellt sich bei Ihrem Ja oder Nein und kann zum Thema werden. Ein Nein zu einem Rollenspiel kann eine gute Entscheidung sein. Wer mittendrin merkt, dass es zu viel wird, darf abbrechen. Sagen Sie es: Nach dem Lehrbuch von Lotte Hartmann-Kottek muss eine voll ausgebildete Gestalttherapeutin ihr Vorgehen sofort an das anpassen können, was Sie gerade brauchen.
Wer wenig inneren Halt hat, soll nach demselben Lehrbuch keine Übung angeboten bekommen, in der er tief in eine fremde Rolle geht. Die ethischen Leitlinien der DVG (PDF) gelten für die Mitglieder des Verbands. Sie sehen vor, dass eine Therapeutin, die an die Grenzen ihrer Kompetenz oder Belastbarkeit kommt, die Zusammenarbeit beendet und sich bemüht, Ihnen passende professionelle Unterstützung zu vermitteln. Rahmenbedingungen wie Honorar und Schweigepflicht werden nach den Leitlinien zu Beginn vereinbart, Dauer und Ende besprochen und möglichst einvernehmlich entschieden. Wird deutlich, dass Sie nicht weitermachen wollen, endet die Zusammenarbeit.
„Gestalttherapeut“ ist keine geschützte Berufsbezeichnung, der Name allein sagt deshalb wenig über die Ausbildung. Fragen Sie nach dem Grundberuf, nach dem Ausbildungsinstitut und nach der Verbandsmitgliedschaft, etwa bei der DVG. Eine eigene Seite erklärt, wer Gestalttherapie anbieten darf.
In Deutschland ist Gestalttherapie nur begrenzt wissenschaftlich anerkannt. Das Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats Psychotherapie (PDF) von 2018 stellt die Anerkennung für Erwachsene im Anwendungsbereich der affektiven Störungen fest, zu denen etwa Depressionen zählen. Für Kinder und Jugendliche stellt es keine Anerkennung fest; auch ein Nachgutachten von 2021 fand unter den nachgereichten Studien keine, die dafür ausreichte. Die Studien, auf die der Beirat die Anerkennung für Erwachsene stützte, untersuchten die Emotionsfokussierte Therapie. Sie ist aus Gesprächspsychotherapie und Gestalttherapie hervorgegangen, deshalb ordnet der Beirat sie der Gestalttherapie zu. Das Ergebnis lässt sich nicht ungeprüft auf jede Übung übertragen. Gestalttherapie ist kein Verfahren der gesetzlichen Krankenversicherung.
Ich biete psychologische Beratung online an. Diagnosen und die Behandlung psychischer Erkrankungen gehören nicht dazu. Diese Beratung ersetzt keine notwendige Psychotherapie. Meine Arbeitsweise ist von der Gestalttherapie geprägt.
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90 Minuten
Zeit, Ihre Situation in Ruhe zu schildern und an dem zu arbeiten, was Ihnen besonders wichtig ist.
Alle Preise sind Endpreise. Es wird keine Umsatzsteuer berechnet.
1 × 50 Minuten
Ein weiterer Blick auf ein aktuelles Anliegen. Oder ein Gespräch von Zeit zu Zeit.
5 × 50 Minuten
Ein Thema vertiefen, Erfahrungen aus dem Alltag aufgreifen und gemeinsam prüfen, was Ihnen hilft.
10 × 50 Minuten
Regelmäßige Begleitung über eine längere Lebensphase, mit Raum für neue Entwicklungen.
Die Pakete umfassen ausschließlich Gespräche von jeweils 50 Minuten. Das Erstgespräch wird separat gebucht und berechnet. Passt die Zusammenarbeit für Sie nicht, erstatte ich Ihnen den Betrag für die verbleibenden Paketgespräche.
Ein kostenpflichtiges Beratungsgespräch von 50 oder 90 Minuten. Wir lernen uns kennen und arbeiten bereits an Ihrem Anliegen. Sie entscheiden danach, ob Sie weitere Gespräche wünschen.
Sie können es bei einem einzelnen Gespräch belassen oder weitere Termine einzeln buchen. Ein Paket ist eine zusätzliche Möglichkeit, wenn Sie sich für mehrere Gespräche entschieden haben.
Sie müssen nichts ausformulieren. Wenn Sie möchten, notieren Sie, was Sie beschäftigt und was Sie sich vom Gespräch wünschen. Für den Videoanruf brauchen Sie einen ungestörten Ort, eine stabile Internetverbindung sowie Kamera und Mikrofon.
Vor dem ersten kostenpflichtigen Gespräch erhalten Sie die Informationen zu Leistung, Honorar, Zahlung, Terminabsagen und Vertraulichkeit, dazu den Umgang mit persönlichen Daten und die Beendigung der Zusammenarbeit.
Die Beratung ist ein Angebot für Selbstzahlerinnen und Selbstzahler. Eine Abrechnung über die Krankenversicherung biete ich dafür nicht an.